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Ein spektakuläres Kreisligaspiel auf dem Kunstrasen an der Schlachthofstraße in Mönchengladbach: Erst fielen die Tore auf der einen Seite, dann auf der anderen. [Foto: FUSSBALL.DE]
Ein eigentlich ganz normales Spiel am vergangenen Wochenende in der Kreisliga C, Gruppe 2, im Kreis Mönchengladbach-Viersen entwickelt sich zu einem Torfestival mit einem unglaublichen Ende. Der SV Wickrathberg II musste im Auswärtsspiel bei Türkiyemspor Mönchengladbach II antreten. Der Achte reiste zum Elften. Die Partie artete aus, im positiven Sinne, und wurde für die 31 Zuschauer mit 16 Toren vermutlich zum Sporthighlight des Jahres.
Dabei war die Partie nach 37 Minuten eigentlich schon vorbei, denn die Gäste führten mit 7:0 und waren sich ihrer Sache wohl ziemlich sicher. Gleich zweimal hatte Türkiyemspor-Spieler Gheorghe Catalin Taranu binnen drei Minuten eingenetzt (11./14.) – allerdings ins eigene Tor. Der Pechvogel eröffnete damit den Torreigen des SV Wickrathberg II. Bis Minute 37 und dem 7:0 erzielten die Gäste dann selbst die Treffer. Der 1:7-Anschlusstreffer kurz vor dem Pausenpfiff wirkte eher wie ein Ehrentreffer - war jedoch der Start einer fulminanten Aufholjagd. Was nach der Halbzeitpause passierte, haute wohl auch den erfahrensten Kreisliga-Fan vom Hocker.
"So etwas habe ich noch nicht erlebt"
Die Spieler von Türkiyemspor steckten trotz des Sechs-Tore-Rückstands nicht auf und kämpften im zweiten Abschnitt unermüdlich weiter. Und plötzlich lief es. Nach einer Viertelstunde in Halbzeit zwei stand es plötzlich nur noch 4:7 und die Hausherren merkten, dass da noch was geht, drehten weiter auf. Sie liefen immer wieder Sturm auf den Kasten des SVW und erzielten kurz vor Schluss sogar den Ausgleich (81.).
In der ersten Minute der Nachspielzeit dann das „i-Tüpfelchen“ auf dem Fußballwunder: Halil Özpolat erzielte den umjubelten 8:7-Führungstreffer. Doch die Führung sollte nicht lange halten, denn plötzlich erwachten die Gäste aus ihrem 45-Minuten-Tiefschlaf und trafen kurz vor dem Schlusspfiff durch Christian Knübben noch zum 8:8-Ausgleich. Auf das 1:7-Halbzeitergebnis folgte also eine zweite Hälfte mit einem 7:1 für die Hausherren. Verrückt.
Gegenüber der Rheinischen Post zollte Rene Bonack, Trainer des SV Wickrathberg II den gegnerischen Spielern großen Respekt: „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Man muss einfach anerkennen, dass Türkiyemspor wahnsinnig toll gekämpft hat. Die haben sich wieder ins Spiel gearbeitet und sind gelaufen wie die Hasen. Und das ist in der Kreisliga oft entscheidend“.
Auch die drei Strafstöße, die zu der irren Aufholjagd beitrugen, sah Bonack als regelkonform: „Die drei Elfmeter für Türkiyemspor waren allesamt berechtigt. Der Schiedsrichter hat einwandfrei und sehr gut gepfiffen“.
Und der Tag wurde aus Sicht von Türkiyemspor Mönchengladbach noch verrückter: Im Anschluss an die Partie der Zwoten gegen Wickrathberg II trat die Erste in der Kreisliga B gegen den 1. FC Viersen III an. Auch hier ging es von Anfang an vogelwild zur Sache: Nach sechs Minuten führte Viersen mit 3:0, zur Pause lagen sie 5:2 vorne. Türkiyemspor aber kämpfte und kam bis zur 50. Minute auf 4:5 ran, kassierte jedoch in der 56. das 4:6.
Dann das völlig Verrückte: Türkiyemspor drehte das Spiel zwischen der 77. und der 83. Minute und lag plötzlich mit 7:6 vorne - um dann in den letzten fünf Minuten noch zwei Gegentreffer hinnehmen zu müssen. 8:7 für Viersen. Schluss. Aus.
Zwei Spiele, 15:16 Tore, ein Punkt. Was für ein Spektakel-Sonntag für Türkiyemspor Mönchengladbach.
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