Magdeburg: Beck macht 12. Pokalsieg klar
[Foto: Jan Kuppert]
Das Dutzend ist voll! Der künftige Zweitligist 1. FC Magdeburg hat zum zwölften Mal den Verbandspokal von Sachsen-Anhalt gewonnen. Bei der insgesamt 15. Finalteilnahme setzte sich der Meister der 3. Liga gegen den Außenseiter 1. FC Lok Stendal aus der NOFV-Oberliga Süd am 3. „Finaltag der Amateure“ 1:0 (1:0) durch.
Vor 4000 Zuschauern im ausverkauften Magdeburger Heinrich-Germer-Stadion erzielte FCM-Torjäger Christian Beck (29.) den einzigen Treffer der Partie und machte damit das Magdeburger „Double“ perfekt. Im letzten Spiel seiner aktiven Laufbahn durfte der langjährige Magdeburger Kapitän Marius Sowislo noch einmal die Spielführerbinde tragen - und am Ende auch den Pokal in die Höhe stemmen. Rekordsieger Magdeburg baute die eigene Bestmarke damit weiter aus. Schon vor dem Anpfiff waren beide Finalteilnehmer für den DFB-Pokal 2018/2019 qualifiziert gewesen.
„Dass wir die Saison mit dem Sieg im Landespokal gekrönt haben, spricht für die gute Mentalität der Mannschaft“, lobte FCM-Trainer Jens Härtel: „Nach dem Aufstieg und dem Meistertitel diese Aufgabe so seriös anzugehen, war nicht einfach. Wir haben schon deutlich besser gespielt. Aber im Pokalwettbewerb geht es nur um den Sieg.“ Lok-Trainer Sven Körner meinte: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, die eine starke Leistung gezeigt hat. Magdeburg hat unseren Fehler konsequent bestraft.“
Ersatzmann Seidel im FCM-Kasten
„Das spricht für die gute Mentalität der Mannschaft“
FCM-Trainer Jens Härtel griff auch zum Saisonabschluss weitgehend auf seine Bestbesetzung zurück. Im Tor erhielt allerdings Mario Seidel - wie schon im letzten Liga-Heimspiel gegen den Chemnitzer FC (3:1) - den Vorzug gegenüber Alexander Brunst. Angreifer Felix Lohkemper musste mit Rückenproblemen passen.
Von Beginn an bestimmte der Favorit die Partie. Lok Stendal konzentrierte sich in erster Linie auf die Abwehrarbeit und ließ zunächst nur wenige Torchancen zu. Nach einer knappen halben Stunde fiel jedoch der Magdeburger Führungstreffer. Nach starker Vorarbeit von Florian Pick über die linke Seite nutzte FCM-Torjäger Christian Beck dessen Querpass zum 1:0 (29.). Weitere gute Möglichkeiten durch Beck, Sowislo und Türpitz blieben ungenutzt.
Kurz nach der Pause hatte Niclas Buschke die große Chance zum Ausgleich. Der 22-jährige Angreifer umkurvte Magdeburgs Schlussmann Seidel, sein Abschluss war aber zu schwach, so dass FCM-Defensivspieler Dennis Erdmann noch vor der Torlinie klären konnte. In der Folgezeit stand jedoch wieder Stendals starker Schlussmann Lukas Kycek im Blickpunkt. Mehrfach verhinderte er gegen Beck, Türpitz, Sowislo und Pick die mögliche Entscheidung. Außerdem verfehlten erneut Beck und Türpitz den Lok-Kasten.
Trotz der Niederlage im Pokalfinale hat auch der 1. FC Lok Stendal Grund zur Freude. Da sich der 1. FC Magdeburg bereits durch den Titelgewinn in der 3. Liga für den DFB-Pokal qualifiziert hatte, ist auch Stendal definitiv im Topf dabei, wenn die erste Hauptrunde des DFB-Pokals ausgelost wird.
Zuvor soll aber zunächst noch der Klassenverbleib in der NOFV-Oberliga Süd perfekt gemacht werden. Seit dem jüngsten 2:1-Auswärtserfolg beim FC Eilenburg hat es Lok Stendal wieder selbst in der Hand, den direkten Wiederabstieg zu vermeiden. Nur drei Tage nach dem Finaltag steht gegen Schlusslicht SV Merseburg 99 am Donnerstag (19.15 Uhr) die nächste wichtige Punktspielaufgabe an.